WG-Ratgeber und Magazin

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Abmahnung: wann kann ich aus der Wohnung fliegen?

Ist man erstmal eingezogen und hat es sich gemütlich gemacht, kann einen niemand mehr so leicht aus der Wohnung werfen, oder? Nicht ganz. Auch Zuhause gilt es, sich an ein paar Regeln zu halten. Da es schneller als es einem lieb ist, zu einer Abmahnung kommen kann, sowie im schlimmsten Fall zu einer Kündigung.

Was versteht man unter einer Abmahnung?

Eine Abmahnung ist das erste Zeichen (Ermahnung, Tadel) für ein Fehlverhalten des Mieters. Die Abmahnung  soll den Mieter auf Fehler aufmerksam machen sowie auffordern, in Zukunft  dieses  Fehlverhalten zu unterlassen. Eine Abmahnung kann sowohl schriftlich als auch mündlich übermittelt werden, wobei sich eine schriftliche Abmahnung besonders im Streitfall besser nachweisen lässt. Diese muss vom Vermieter unterschrieben und an alle Mieter gerichtet sein. Häufig wird eine Frist des Vermieters gesetzt, welche den Mieter auffordert sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bessern. Tut der Mieter dies nicht, ist mit einer Kündigung zu rechnen.

Welche Fehltritte können zu einer Abmahnung führen?

  • Der Mieter zahlt seine Miete nicht pünktlich, nur teilweise oder gar nicht.
  • Der Mieter vermietet seine Wohnung ohne Einwilligung des Vermieters an Dritte unter
  • Der Mieter verändert seine Wohnung ohne Genehmigung des Vermieters baulich
  • Der Mieter nutzt die Wohnung ohne Genehmigung gewerblich
  • Der Mieter hält Haustiere in der Wohnung, die laut Mietvertrag nicht erlaubt sind
  • Der Mieter pflegt seine Mietimmobilie nicht, lässt sie verwahrlosen
  • Der Mieter stört den Hausfrieden, hält sich nicht an die Hausordnung

Darf nur der Vermieter eine Abmahnung erteilen?

Nein, auch Mieter können dem Vermieter eine Abmahnung zukommen lassen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn Wohnungsmängel vom Vermieter nicht behoben werden. Die Konsequenzen des Mieters können hier Mietminderung oder Kündigung sein.

Kann mir ohne Abmahnung gekündigt werden?

Wenn Sie mit Ihrer Miete in Verzug sind, riskieren Sie eine fristlose Kündigung. Dazu muss der Mietrückstand aber erheblich sein (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB§ 569 Abs. 3 Nr. 1 BGB). Die fristlose Kündigung wegen Mietrückstands ist möglich, wenn

  • Sie in zwei aufeinanderfolgenden Monaten überhaupt keine Miete bezahlt haben
  • Sie in zwei aufeinanderfolgenden Monaten die Miete nur teilweise bezahlt haben und die zwei rückständigen Beträge in der Summe eine Monatsmiete überschreiten
  • Sie über mehr als zwei Monate hinweg, die nicht zusammenhängend sein müssen, die Miete teilweise nicht gezahlt haben und ein Mietrückstand von zwei Monatsmieten entstanden ist.

Alles auf einen Blick:

  • In den meisten Fällen geht eine Abmahnung einer Kündigung voraus.
  • Eine Abmahnung ist eine erste Ermahnung und soll auf das Fehlverhalten aufmerksam machen.
  • Mieter können ebenso ihren Vermieter abmahnen
  • Eine fristlose Kündigung ist bei enormem Mietrückstand möglich.
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