Das müsst ihr bei einer WG Auflösung beachten

WG Auflösung

So schön und praktisch ein WG-Leben sein kann, wenn die Wohngemeinschaft per WG Auflösung getrennt werden soll, kann es zu Problemen kommen. Vor allem dann, wenn mehrere Hauptmieter in der Wohnung leben und einer dieser nicht ausziehen will. Der folgende Text beschreibt, was es bei der WG-Auflösung zu beachten gilt und was getan werden kann, wenn der Hauptmieter auszieht, die anderen Bewohner aber weiterhin bleiben wollen.

Ist ein gemeinsamer Mietvertrag sinnvoll?

Wenn mehrere Bewohner mit dem Vermieter einen Mietvertrag abschließen, muss jeder dieser theoretisch für die gesamte Mietschuld aufkommen, wenn die anderen nicht zahlen oder ausziehen. Zudem muss jedem Mieter eine einzelne Nebenkostenabrechnung und eine eventuelle Kündigung geschickt werden. Problematisch wird es allerdings, wenn die WG aufgelöst werden soll, aber nicht alle Bewohner ausziehen wollen. Denn der Mietvertrag kann nur von allen Hauptmietern gekündigt werden.

Will nur ein Bewohner ausziehen, kann dieser nicht lediglich seinen Anteil der Wohnung (zumeist ein Zimmer) kündigen. Somit müssten alle Mieter zustimmen, dass die WG aufgelöst wird. Daher macht es Sinn, bei Einzug im Vertrag festzuhalten, dass an eine Gemeinschaft vermietet wurde. Wenn dann einer der Bewohner auszieht, darf diese eigenständig neue Mitglieder aufnehmen.

Auszug aus der WG bei Mitmiete

Bei Mitmiete ist es etwas kompliziert, als Einzelperson aus der Wohngemeinschaft auszuziehen. Auch hier müssten alle Mitbewohner zustimmen, dass der Mietvertrag aufgelöst wird, da sie ihn auch alle zusammen unterschrieben haben. In diesem Fall würde nur noch die Möglichkeit bleiben, mit dem Einvernehmen aller Mitbewohner und auch des Vermieters auszuziehen. Am besten wird in Ruhe darüber gesprochen, wie die Situation sich darstellt und welche Lösung für alle Beteiligten die beste ist.

Deutlich unkomplizierter – die Untermiete

Wenn die WG auf einem sogenannten Untermieterverhältnis beruht, kann jeder Mitbewohner einzeln kündigen.Natürlich müssen hierbei die ortsüblichen Fristen eingehalten und berücksichtigt werden. Denn der Untermieter muss lediglich bei dem Hauptmieter und eben nicht bei dem Vermieter kündigen. Dadurch gestaltet sich der ganze Vorgang deutlich unkomplizierter.

Allerdings muss der Hauptmieter den Vermieter über den Auszug des Untermieters informieren. Denn die erteilte Zustimmung zu dem Untermietverhältnis kann nicht ohne Weiteres auf eine neue Person übertragen werden. Auch hier muss die Kündigung schriftlich erfolgen. Um sicher sein zu können, dass diese auch wirklich angekommen ist, sollte sie per Einschreiben verschickt werden. Wer außerhalb der Kündigungstermine ausziehen will, muss einen Nachmieter präsentieren, der von dem Hauptmieter akzeptiert wird.

Wie ist die Situation, wenn der Hauptmieter ausziehen will?

Wenn der Hauptmieter die WG Auflösung möchte, gestaltet sich die Situation anders. Vor allem dann, wenn die anderen Bewohner weiter in der Wohnung wohnen wollen. Dann müssten diese entweder einen neuen Vertrag unterschreiben, oder einer der Untermieter übernimmt den alten Vertrag als Hauptmieter. Allerdings muss in diesem Fall der Vermieter zustimmen, wozu er nicht verpflichtet ist. Tut er dies nicht, müssten die anderen Bewohner ebenfalls aus der Wohnung ausziehen. Allerdings sind die meisten Vermieter daran interessiert, ihre Immobilien so schnell und unkompliziert wie möglich weiterzuvermieten und daher auch gesprächsbereit.

Wie sieht die Situation bei zwei Hauptmietern aus?

Wenn einer der beiden Hauptmieter auszieht, darf der andere Hauptmieter den Mietvertrag alleine weiterführen. Allerdings muss er dann auch die komplette Miete zahlen, sodass es sinnvoll ist, schnell einen neuen Mitbewohner zu besorgen. Hierfür sollte er aber im Vorfeld mit dem Vermieter sprechen und dessen Einverständnis einholen, dass er neue WG-Mitglieder einziehen lassen darf.

Internet und Möbel bei der WG Auflösung

Auch das Internet und die Möbel bei einer WG Auflösung können zum Problem werden. Meist ist es so, dass derjenige, der den Internetanschluss abgeschlossen hat auch dafür verantwortlich ist, dass er übernommen wird. Bestenfalls Endet der Internet bzw. DSL Anschluss mit dem Mietende der WG und Wohnung. Weiterhin sollte die Situation der Möbel geklärt werden. Klar, meist bekommt der die Möbel der sie auch gekauft hat. Was ist aber bei geschenkten Möbeln? Hier müssen sich die Mitbewohner einigen und sollten eine Einladung treffen, mit der jeder in der WG leben kann.

Unser Fazit

Wie kompliziert sich eine WG Auflösung gestaltet, hängt vor allem davon ab, was in dem Mietvertrag steht. Wenn lediglich ein Hauptmieter eingetragen ist und dieser dann ausziehen will, müssten die anderen Bewohner mit dem Vermieter einen neuen Vertrag abschließen oder ein Untermieter zum Hauptmieter werden. Grundsätzlich sollte in der Gruppe besprochen werden, wie eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann, von der alle Beteiligten profitieren können.


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