WG-Ratgeber und Magazin

Sans-serif

Aa

Serif

Aa

Font size

+ -

Line height

+ -
Light
Dark
Sepia

Die Eltern Kind WG

Wohngemeinschaften entstehen normalerweise zwischen mehreren jungen Leuten, die nicht ganz allein leben oder sich die Miete sparen wollen. Ganz ähnliche Gründe führen dazu, dass junge Erwachsene wieder bei den Eltern einziehen oder gleich bei ihnen bleiben und vorerst nicht ausziehen. Zusammenwohnen mit den erwachsenen Kindern ist nicht zu vergleichen mit minderjährigen Kindern, die zwangsläufig bei den Eltern leben. Deswegen sollte das Ganze eher als eine Eltern Kind WG betrachtet werden – mit anderen Regeln als während der Kindheit. Aber welche sind das?

 

Eltern Kind WG: was muss sich ändern?

Minderjährige Kinder leben bei den Eltern, bekommen Taschengeld und übernehmen im Haushalt eher die kleinen Aufgaben. Erwachsene Kinder, die zu Hause leben wollen oder müssen, sollten sich auch wie Erwachsene in die Wohngemeinschaft eingliedern. Das erfordert Umdenken auf beiden Seiten und ist auch einer der Hauptgründe, warum es oft schiefgeht. Die erwachsenen Kinder in der Eltern Kind WG sollten sich jetzt mindestens hälftig am Haushalt beteiligen, feste Aufgaben bekommen, zur Füllung des Kühl- und Putzschranks beitragen und vielleicht sogar einen fairen Anteil an der Miete bezahlen. Die Eltern dagegen müssen ihr Kind jetzt als vollständiges WG-Mitglied betrachten und auch respektieren, nicht als ständig verfügbares eigenes Kind. Das Kind wird kommen und gehen, wann es möchte, es wird Freunde mitbringen und das nicht immer Tage vorher absprechen. Um Erlaubnis fragen steht nicht mehr zur Debatte, denn das tun WG-Mitbewohner auch nicht. Familienleben wird es immer noch geben, aber nicht mehr in dieser Form, dass die Kinder jeden Abend am Tisch mit den Eltern zu Abend essen. Eine Eltern Kind WG ist daher für beide Seiten sehr viel unabhängiger.

 

Eine Eltern Kind WG in gemieteter Immobilie

Wenn die Eltern zur Miete in einer Wohnung oder einem Haus wohnen, sollten sich ihre Kinder mit einem fairen Anteil an der Miete beteiligen. Das kann durchaus die Hälfte der Miete sein, denn in einer Wohngemeinschaft wäre das nicht anders. Viele Eltern steuern dann die Lebensmittel für ihr Kind bei oder waschen noch die Wäsche mit, weil es anders auch schlichtweg nicht ökonomisch wäre. Dadurch ist die Eltern Kind WG eben doch komfortabler als die typische Studenten-Wohngemeinschaft. Allerdings sollte das einem erwachsenen Kind innerhalb seiner Möglichkeiten auch etwas wert sein.

 

Aufgabenverteilung in einer Wohngemeinschaft

Eltern, deren Kinder schon früher Aufgaben im Haushalt hatten, die sie fest übernommen haben, werden es in der WG sehr leicht haben. Es ist vollkommen klar, dass jeder auch jetzt seine festen Aufgaben im Haushalt zugeteilt bekommt und diese auch übernimmt. Die Kinder haben sich ebenso daran zu halten wie die Eltern, denn ansonsten besteht wie in jeder Wohngemeinschaft das Risiko, genervt voneinander zu sein und auch so aufeinander zu reagieren.

 

Die Erwartungen der Eltern

Kinder wohnen manchmal gern bei den Eltern, wenn das Verhältnis stimmt. So sehr sie ihre Eltern mögen, so sehr wollen sie aber auch ihre Freiheit und Privatsphäre. Besonders, wenn sie schon einmal alleine gewohnt haben und jetzt wieder zu den Eltern zurückziehen, sei es nur vorübergehend, wird es nicht mehr so sein wie in der Schulzeit. Häufig kollidieren diese absolut gesunden Bedürfnisse junger Erwachsener aber mit den Erwartungen der Eltern. In einer funktionierenden Eltern-Kind-WG haben sich die Eltern insbesondere mit den folgenden Punkten arrangiert:
 
• die Kinder haben ihren eigenen Terminkalender – wenn sie zu Hause sind, ist das schön und man kann gemeinsam etwas machen. Wenn nicht, ist das aber völlig in Ordnung.

• Mahlzeiten finden manchmal gemeinsam statt – aber nicht zwangsläufig immer.

• das WG-Zimmer des Kindes ist sein Bereich und es wird nicht betreten – außer, das ist ausdrücklich erwünscht.

• das Kind bringt als Mitbewohner der Eltern-Kind-WG auch unabgesprochen Freunde oder den Partner nach Hause, sofern diese die anderen Mitbewohner (die Eltern) nicht bewusst stören, Lärm machen oder die Wohnung verunreinigen.

 

Unser Fazit:

Eine Eltern Kind WG ist eine wundervolle Sache, wenn sich beide Seiten entsprechend Verhalten. Eine Eltern Kind WG bring ja schon direkt von Anfang an viel Vertrauen und Respekt mit, der durch die Kindheit und die lange Zeit, die man sich schon kennt gewachsten ist. Diese Grundlage fehlt in vielen normalen Wohngemeinschaften. Das ist der große Vorteil. Trotzdem sollte man sich immer ansprechen, eventuell Regeln aufstellen und sich immer in die Lage des anderen versetzten. Dann kann eine Eltern Kind WG der Wohntraum vieler Familien sein.

 

Werbeplatz wg-suche.de - Skyscraper, Werbeplatz-Gruppe keine, Website www.wg-suche.de