WG-Ratgeber und Magazin

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Fristlose Kündigung: Wie man sich als Mieter schützen kann

Die Fristlose Kündigung ist für viele ein Begriff, der nicht allzu positiv klingt, besonders für Wohngemeinschaften. Aber was es genau damit auf sich hat, welche Rechte Mieter, Vermieter und WG Bewohner in Bezug auf die Fristlose Kündigung haben und wie man sich am besten davor schützen kann, erklären wir euch in diesem Artikel.

Fristlose Kündigung oder Abmahnung

Erst einmal kann man sagen, dass die Angst vor einer Fristlosen Kündigung von Seite des Vermieters eher unbegründet ist, da Vermieter nur in Ausnahmefällen zu dieser Maßnahme greifen dürfen, nämlich nur dann, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Außerdem muss  einer Fristlosen Kündigung mindestens eine Mahnung vorangegangen sein, in der dem Mieter sein Fehlverhalten aufgezeigt wird, sodass er die Chance hat, es zu ändern. Gleiches gilt für eine Fristlose Kündigung von Seite des Mieters – er muss dem Vermieter die Chance geben, zum Beispiel Mängel zu beseitigen, bevor eine Fristlose Kündigung wirksam werden kann.

Gründe für eine Fristlose Kündigung vom Vermieter

  1. Wenn Mietzahlungen ausstehen.
  2. Wenn der Mieter die Wohnung oder Teile der Wohnung ohne Erlaubnis des Vermieters untervermietet
  3. Wenn der Miete illegalen Aktivitäten in der Wohnung nachgeht.
  4. Wenn die Hausordnung missachtet wird oder der Wohnraum gefährdet wird.
  5. Wenn die Wohnung ohne Genehmigung baulich verändert wird.
  6. Wenn der Mieter den Vermieter bedroht oder beleidigt.

Gründe für eine Fristlose Kündigung vom Mieter

  1. Wenn die Wohnung gesundheitsgefährdend ist, zum Beispiel durch großflächigen Schimmel.
  2. Wenn die Wohnung nicht vollständig oder wie vertraglich vereinbart genutzt werden kann.
  3. Wenn die Wohnung schwerwiegende Mängel aufweist.
  4. Wenn die Wohnung vom Vermieter unerlaubt betreten wird.
  5. Wenn Mieter vom Vermieter bedroht oder beleidigt werden.

Fazit

Die oben genannten Gründe zur Fristlosen Kündigung sollten nur als Anhaltspunkt gesehen werden, da es zum Beispiel für “schwerwiegende Mängel” in einer Wohnung keine genaue Definition gibt. Außerdem sollte beachtet werden, dass eine Fristlose Kündigung nicht ohne vorangegangene Mahnung gültig ist, in der Vermietern sowie Mietern die Chance gegeben wird, Mängel zu beheben oder das Verhalten zu ändern. Um sich als Mieter vor einer fristlosen Kündigung zu schützen, sollte man darauf achten, Mietzahlungen pünktlich zu tätigen, sich an die Hausordnung zu halten und keine baulichen Veränderungen an der Wohnung vorzunehmen, ohne die Genehmigung des Vermieters eingeholt zu haben. Besonders wichtig für WGs ist es, sich eine Untermieterlaubnis vom Vermieter einzuholen, bevor man ein WG-Zimmer vermietet, um nicht die Fristlose Kündigung zu riskieren.

Mehr Infos zum Thema Mietrecht bekommt ihr in unserem Artikel “10 Mietrechts Tipps für deine WG oder Wohnung“. Unser Tipp: Bei Mietrechtsproblemen empfehlen wir euch am besten Kontakt zu einem Mieterverein aufzunehmen. In Berlin beispielsweise den Berliner Mieterverein. Eine weitere Alternative ist das online Portal Mieterengel, die Mieter gegen eine Gebühr in Rechtsfragen beraten und auch den Kontakt zu einem passenden Anwalt vermitteln.

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