WG-Ratgeber und Magazin

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Geselliges WG-Leben mit genug Freiraum für den Einzelnen

Das WG-Leben kann manchmal stressig sein. Mehrere Menschen auf engem Raum: Das birgt einerseits Konfliktpotenzial, andererseits aber auch die Möglichkeit für eine tolle gemeinsame Zeit. Wir erklären euch, wie die perfekte Balance gelingt.

Die richtige Personenkonstellation

Unabdingbar für das Funktionieren der Freiräume und der Geselligkeit in einer WG ist die passende Personenkonstellation. Hierauf sollte bei der Zusammenstellung der Mitglieder von vornherein geachtet werden.

Nun kennt ihr den Umstand, dass eine WG sich immer wieder wandelt. Einige Mitglieder beenden ihr Studium oder ziehen aus anderen Gründen aus, neue Personen kommen hinzu. Mit diesen neuen Mitgliedern und ihren Einstellungen sollten alle Bewohner einverstanden sein. Dafür könnt ihr ein WG-Casting mit potenziellen Bewerbern durchführen.

Hierbei (und grundsätzlich) ist es sinnvoll, wenn ihr euch bereits im Vorfeld verschiedene Kriterien notiert, die der potenzielle Mitbewohner in jeden Fall erfüllen sollte. Dazu können für die richtige Balance aus Geselligkeit und dem Einhalten von Freiräumen gehören:

  • persönliches Harmonieren mit den anderen Personen in der WG
  • Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit
  • Respektieren der WG-Regeln (diese können während der Castings angesprochen werden)
  • eine zur WG passende Grund- und Lebenseinstellung

Eigenschaften, welche die Geselligkeit fördern

Zum entspannten Zusammenleben ist es notwendig, dass die Bewohner einer WG untereinander Harmonieren. Ist dies nicht der Fall, ist zu befürchten, dass die Geselligkeit leiden könnte. Daher solltet ihr auf diesen Faktor großen Wert legen.

Zuverlässigkeit spielt ebenfalls eine Rolle. Ist sie nicht gegeben, kann schlechte Stimmung aufkommen. Diese wird ebenfalls einen negativen Einfluss auf das Gemeinschaftsgefühl in euerer Wohngemeinschaft haben.

Eigenschaften zur Sicherung der Freiräume

Das Respektieren der WG-Regeln ist vor allem wichtig, weil eine Nichtbeachtung der Vereinbarungen dazu führen könnte, dass einige Mitglieder sich in ihren Freiräumen eingeschränkt fühlen. Regeln können also auch eine gewisse Freiheit bedeuten und ein gutes Miteinander fördern.

Eine passende Grund- und Lebenseinstellung beinhaltet unter anderem eine Haltung zu Geselligkeit und Freiräumen. Hierbei ist darauf zu achten, dass alle Mitbewohner eine ähnliche Gewichtung der beiden Seiten für sinnig halten: Dies vereinfacht den Alltag. Viel komplizierter wäre es, wenn ihr einem neuen Mitbewohner die Grundhaltung der WG zu diesem Thema „anerziehen“ müsst.

Festgelegte Nachtruhe

Um eine richtige Balance zwischen einem tollen Zusammenleben mit gemeinsam verbrachter Zeit und geselligen Aktionen bei gleichzeitig ausreichenden Freiräumen zu schaffen, solltet ihr verschiedene Regeln aufstellen. Einer dieser Grundsätze sind festgelegte Zeiten zur Nachtruhe.

Schlaf ist ein wichtiges persönliches Gut, das zur Ausgeglichenheit, vor allem aber zur Gesundheit eines Menschen einen großen Beitrag leistet. Daher solltet ihr den Schlaf und die Ruhe der einzelnen Mitbewohner stets mit Respekt behandeln. Dies dient zudem dazu, den Mitgliedern eurer WG die Möglichkeit zu geben, den Tag-Nachtrhythmus aufrechtzuerhalten.

Konkrete Zeiten festlegen

Die Mitglieder eurer WG könnten ihre Freiräume als stark eingeschränkt empfinden, wenn sie durch Krach geweckt werden und dadurch zu wenig Schlaf bekommen. Solcher Lärm kann durch eine kleine Party oder aufgrund von Unaufmerksamkeiten von Personen, die gerne lange wach bleiben, entstehen.

Die Zeiten der Nachtruhe solltet ihr an unterschiedlichen Tagen unterschiedlich strukturieren. Sie können variieren zwischen:

  • Wochentagen
  • Wochenenden
  • besonderen Phasen (beispielsweise die Klausurenzeiten an der Uni)

Es kann sinnvoll sein, dass ihr für jede dieser Situationen unterschiedliche Zeiten der Nachtruhe festlegt und sie entsprechend den Gegebenheiten anpasst. An Wochenenden kann sie beispielsweise später stattfinden oder lockerer gehandhabt werden als in einer Klausurenphase.

Nachtruhe individuell festlegen

Je nach Personenkonstellation ist beim Thema der Nachtruhe Individualität gefragt. Besteht eine Wohngemeinschaft etwa ausschließlich aus typischen Nachtmenschen, könnt ihr andere Ruhezeiten festlegen als bei einer Frühaufsteher-WG.

In extremen Fällen könnte die Nachtruhe sogar zur „Tagruhe“ werden. Sofern dies zu einer Sicherung der Freiräume aller Personen in der WG beiträgt, ist eine solche Regel im individuellen Fall durchaus sinnvoll und zielführend.

Ruhe zum Lernen und Arbeiten

Nachtruhe ist wichtig, mindestens genauso relevant sind jedoch ausreichende Ruhezeiten zum Lernen und Arbeiten. Dies gilt erst recht, wenn eure WG aus Studenten besteht.

Umfangreiche Ruhe in bestimmten Phasen

Nichts ist störender und einschränkender für den persönlichen Freiraum, als beispielsweise beim Schreiben einer Hausarbeit ständig durch Lärm und „Action“ in der Wohnung unterbrochen zu werden. Daher sollten hierfür ebenfalls feste Zeiten festgelegt werden, in denen einerseits eine gewisse Ruhe in eurer WG herrscht und die einzelnen Mitglieder nicht beim Lernen gestört werden.

Es kann zielführend sein, diese Zeiträume in Klausur- oder Hausarbeitsphasen umfassender zu gestalten als zu anderen Jahreszeiten. Hier sind sie für den Lernerfolg besonders wichtig, die Einhaltung kann förderlich für die akademische und berufliche Zukunft eurer Mitbewohner sein.

Moderne Veranstaltungsformate erfordern mehr Ruhe

Die zeitliche Gestaltung der Ruhephasen hängt allerdings auch davon ab, auf welche Weise die WG-Mitglieder studieren. Heutzutage werden von vielen Hochschulen Veranstaltungen angeboten, die auf digitalem Wege stattfinden und Zuhause mithilfe eines Computers und des Internets absolviert werden können. Dazu gehören vor allem:

  • Online-Vorlesungen
  • Webinare

Um solche Formate erfolgreich zu absolvieren, benötigt es einiges an Vorbereitung, Konzentration und Aufwand. Das Schaffen der technischen Voraussetzungen, eine Einarbeitung in die nötige Software sowie das Informieren über die Rechtslage, beispielsweise bezüglich des Mitschneidens einer solchen Vorlesung, nehmen viel Zeit in Anspruch.

Leben in eurer WG also Mitglieder, die auf diese Weise studieren, ist quasi das ganze Jahr Klausurphase: Die Ruhezeiten spielen eine noch größere Rolle. Werden den Mitbewohnern im „Dauer-Home-Hörsaal“ diese nicht zugestanden, leiden ihre persönlichen Freiräume und infolgedessen die Geselligkeit und Lust auf gemeinsame Unternehmungen und Zusammentreffen.

Klare Rückzugsräume

Rückzugsräume spielen für die persönliche Privatsphäre ebenfalls eine Rolle. Der Grund: Sie ermöglichen Freiraum im wortwörtlichen Sinne. Ohne solche Optionen für die Mitglieder wird es euch schwerer fallen, den Frieden und eurer WG auf Dauer aufrecht zu erhalten.

Privatsphäre ist für jeden Menschen wichtig

Dies liegt vor allem daran, dass jeder Mensch einen Ort braucht, der nur für ihn selbst und seine Privatsphäre geschaffen ist. Für die meisten Personen ist dies die eigene Wohnung, in einer WG in nahezu immer das eigene Zimmer.

Der Wunsch nach Privatsphäre kann ebenfalls gelten, wenn die Person Besuch hat. Möglicherweise finden dann im eigenen Zimmer persönliche Gespräche statt, die für die Ohren der anderen WG-Mitglieder nicht bestimmt sind. Auch darauf solltet ihr Rücksicht nehmen.

Regeln zu den Rückzugsräumen

Daher sollten die Zimmer als Rückzugsräume respektiert werden. Hierzu könnt ihr verschiedene Regeln aufstellen, unter anderem:

  • Anklopfen vor dem Betreten
  • den Wunsch einiges Mitbewohners, für einige Zeit nicht gestört zu werden, respektieren
  • das Zimmer nicht in Abwesenheit des WG-Mitgliedes betreten

Das Anklopfen vor Betreten eines Zimmers gibt jedem WG-Mitglied die Möglichkeit, Besuch in seinem Rückzugsort zuzulassen oder abzulehnen. Zudem ist es eine Geste, die Respekt gegenüber der Privatsphäre demonstriert.

Weiterhin sollten alle Mitglieder eurer Gemeinschaft die Option haben, eine Zeit lang in ihrem Zimmer nicht gestört zu werden und dies einzufordern. Möglicherweise kann ein „Bitte nicht stören“-Schild an der Zimmertür dabei helfen, die Regel zu etablieren.

Die Rückzugsräume sollten auch dann respektiert werden, wenn das entsprechende WG-Mitglied nicht zuhause ist. Daher sollten die Zimmer zu diesen Zeiten von den Mitbewohnern nicht betreten werden. Nur so lässt sich eine gefühlte und reale Privatsphäre wahren.

Verständnis für Ausnahmesituationen

In jedem Leben gibt es Situationen, die ein besonderes Maß an Rücksicht und Freiraum erfordern. Hierzu gehört beispielsweise die Trennung von einem Partner oder einer Partnerin sowie andere Lebenskrisen. Solche Umstände können im schlimmsten Falle sogar psychische Krankheiten hervorrufen.

Regeln für Ausnahmesituationen

Um dies zu vermeiden, könnt ihr als WG grundsätzliche vorübergehende Regeln für solche Ausnahmesituationen bei einzelnen Mitgliedern aufstellen. Alternativ entscheidet ihr in der entsprechenden Lage spontan, was nötig ist.

Zu den Regelungen kann beispielsweise gehören, die Ruhezeiten auszudehnen und auf Partys oder Ähnliches für eine gewisse Zeit zu verzichten. Dies bewirkt, dass ihr den in diesen Phasen ohnehin schon angespannten Stresspegel eures Mitbewohners schont und nicht unnötig belastet.

Zudem sollte auch der Rückzugsort in solchen Situationen von den anderen Mitgliedern der Wohngemeinschaft noch umfangreicher als „Heiligtum“ angesehen werden. Nur so kann die Person in der eigenen Privatsphäre Ruhe finden.

„Normale“ Ausnahmesituationen

Ausnahmesituationen können jedoch auch weitaus weniger dramatische Gründe haben. So ist beispielsweise der Vorabend einer Klausur, eines Vorstellungsgespräches oder des ersten Arbeitstages eine besondere Situation, in der sich viele etwas mehr Ruhe wünschen.

Hier solltet ihr auf das entsprechende WG-Mitglied ebenfalls in besonderem Maße Rücksicht nehmen. Dies kann umgesetzt werden, indem für einen solchen Abend auf Aktivitäten, die die Privatsphäre und Ruhe des entsprechenden WG-Mitgliedes stören könnten, verzichtet wird.

Respektieren der Interessen und Hobbys

Während die vorangegangenen Faktoren sich hauptsächlich darauf konzentrieren, ausreichende Freiräume herzustellen, ist das Respektieren der Interessen und Hobbys der anderen WG-Mitglieder eine Basis für die Geselligkeit. Dies liegt vor allem daran, dass sich auf diese Weise niemand übergangen fühlt.

Interesse an den Hobbys zeigen

Nicht nur der Respekt, sondern vor allem auch das Interesse an den Hobbys der Mitbewohner kann für eine gute Gemeinschaft förderlich sein. Bei einer hohen Akzeptanz für die eigenen Leidenschaften können selbst Personen, die erst seit kurzer Zeit in eurer WG wohnen, sich schnell als vollwertiges Mitglied anerkannt fühlen.

Das Nachfragen und Interesse zeigen hat noch weitere Vorteile: So lassen sich Hobbys finden, die die ganze WG oder mehrere Mitbewohner gemeinsam ausüben. Auch damit lässt sich das Gemeinschaftsgefühl verbessern.

Interesse für das Studium oder den Beruf der anderen

Der Respekt und das Interesse können zudem auf weitere Bereiche des Lebens wie das Studium oder die Arbeit der anderen Personen ausgedehnt werden. Gespräche hierüber können euren Mitbewohnern dabei helfen, ihre Erfolge zu teilen oder in schwierigen Situationen Frust abzubauen.

Dies ist Teil der normalen Psychohygiene, die jeder Mensch hin und wieder benötigt. Durch soche Gespräche entsteht eine höhere Bindung, die den Zusammenhalt in der WG stärkt. Indirekt kann diese Verbundenheit dafür sorgen, dass die gemeinsamen Aktivitäten allen Beteiligten mehr Spaß bereiten.

Gemeinsame Rituale

Positive Rituale spielen im Leben eines Menschen schon in der frühesten Kindheit eine Rolle. In eurer WG haben sie für ein geselliges Miteinander ebenfalls eine hohe Relevanz. Sie steigern eure Vorfreude auf die gemeinsame Zeit.

Solche Rituale sollten zu festen Zeiten stattfinden und allen Mitgliedern eurer WG Spaß bereiten. Ansonsten ist der Effekt eines verbesserten Zusammengehörigkeitsgefühls nur halb so stark. Beispiele für Rituale der ganzen WG könnten unter anderem sein:

  • Kochabende
  • Spieleabende
  • Filmabende
  • regelmäßige gemeinsame sportliche Aktivität
  • sonstige Unternehmungen

Auszeitaktivitäten

Kochabende fördern einerseits den Zusammenhalt. Mit einigen Grundkenntnissen könnt ihr zudem ein leckeres gemeinsames Essen genießen. Weiterhin können die Mitglieder eurer WG, die in diesem Bereich weniger erfahren sind, einiges dazulernen.

Spieleabende sind ähnlich wie Kochabende ein lockeres Beisammensein und in einigen Fällen sogar eine lustige Angelegenheit. Für solche kleinen WG-Events gibt es unzählige Brett- und Gesellschaftsspiele, ihr habt also eine große Auswahl.

Filmabende konzentrieren sich hingegen eher auf das Konsumieren eines Mediums, was gleichzeitig bedeutet, dass zumindest während des Abends selbst ein geringerer persönlicher Austausch stattfindet. Je nach Film können jedoch auch solche Aktivitäten ein lustiges oder emotionales und gleichzeitig zusammenschweißendes gemeinsames Erlebnis sein.

Gemeinsamer Sport

Schlussendlich besteht die Möglichkeit, gemeinsam Sport zu bereitreiben. Dies könnt ihr sehr regelmäßig umsetzen. In Form eines Rituals kann die gemeinsame Bewegung beispielsweise wöchentlich zu einer bestimmten Zeit stattfinden.

Zum einen habt ihr die Möglichkeit, solche Aktivitäten mit der ganzen WG gemeinsam zu erleben. Vielleicht mögt ihr aber auch unterschiedliche Sportarten. Dann kann die Bewegung auch in kleineren Gruppen stattfinden: Beispielsweise im Rahmen eines wöchentlichen Joggens zu zweit oder zu dritt. Aber auch Sportarten wie Badminton oder Fahrradfahren sind prima geeignet für eine WG.

Sonstige Unternehmungen

Auch andere Unternehmungen lassen sich sehr gut ritualisieren und sorgen auf diesem Weg für mehr Zusammenhalt und Geselligkeit in eurer WG. Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • ein wöchentlicher Ausflug in den Park oder die Natur
  • Besuche in Freizeitparks
  • gemeinsam Essen gehen
  • Kegeln, Kickern oder Billard spielen

Diese Optionen bieten euch ein wenig Inspiration, allerdings gibt es viele weitere Unternehmungen, die sich anbieten – je nach euren Interessen. Überlegt gemeinsam, wodrauf ihr alle Lust habt und probiert es aus. Die Regelmäßigkeit kommt ganz von selbst, wenn euch eine Freizeitbeschäftigung großen Spaß bereitet.

Gemeinsame Feste

Mit Sicherheit kennen die meisten von euch die typischen WG-Partys. Auch sie können zur Geselligkeit beitragen und den Zusammenhalt fördern, was vor allem daran liegt, dass sie ein unbeschwertes gemeinsames Ausspannen vom Alltag ermöglichen.

Natürlich braucht es für solch eine kleine Fete grundsätzlich keinen besonderen Anlass. Allerdings könnt ihr die Vorfreude und den Event-Charakter steigern, wenn ihr die Partys immer auch zu bestimmten Anlässen stattfinden lasst. Diese können unter anderem sein:

  • Geburtstage
  • ein Sommerfest
  • Weihnachten
  • Sylvester

Solche regelmäßigen Feste haben den Vorteil, dass die entsprechenden Anlässe sie zu etwas ganz Besonderem machen und einer tollen gemeinsamen Erinnerung werden lassen. Dies stärkt den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl eurer WG.

Gemeinsame Geburtstagsfeiern einzelner Mitglieder sind zudem ein guter Anlass, eurem Mitbewohner oder eurer Mitbewohnerin eure Wertschätzung zu zeigen. Aufgrund des sehr persönlichen Charakters dieser Anlässe wird das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt.

Regelmäßige WG-Meetings

Gemeinsame Unternehmungen, Abend und kleine Feste dienen der Gestaltung eurer gemeinsamen Freizeit. Um sowohl ausreichend Freiraum für alle, als auch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit herzustellen, können regelmäßige Meetings der WG sinnvoll sein. In diesem Rahmen lassen sich verschiedene aktuelle Themen rund um die Wohngemeinschaft besprechen.

Zudem ist es zielführend, solche Treffen ebenfalls regelmäßig stattfinden zu lassen. Dies schafft einen guten und sicheren Anlaufpunkt zur Besprechung von Positivem, Kritik und Problemen. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Besprechung der Einhaltung der Regeln
  • Klärung von Konflikten
  • Erweiterung der Regeln
  • Besprechen von gemeinsamen Aktivitäten und Feiern

Bei einem wöchentlichen Treffen eurer Gemeinschaft könnt ihr darüber sprechen, ob eure Regeln in den letzten sieben Tagen ausreichend eingehalten wurden und wo es eventuell Nachholbedarf gibt. Falls einzelne Mitglieder Grenzen überschritten haben, solltet ihr dies auf eine angemessene und verständnisvolle Weise kommunizieren: Vorwürfe führen zu Streit und einer Minderung des Zusammengehörigkeitsgefühls.

Falls in eurer WG Konflikte zwischen einzelnen Mitgliedern aufkommen, sollten diese schnellstmöglich geklärt werden, um euer Gemeinschaftsgefühl beizubehalten. WG‑ Meetings sind hierfür der ideale Ort. Vielleicht ist es für euch zielführend, für solche Gespräche ebenfalls gewisse Regeln aufzustellen.

Möglicherweise stellt ihr an bestimmten Punkten fest, dass die Regeln in eurer WG erweitert werden sollten, um die Ruhe und Privatsphäre des Einzelnen noch umfangreicher aufrecht zu erhalten. Im Rahmen eines WG-Meetings können solche Wünsche angesprochen werden.

Nicht zuletzt sind die Treffen der ideale Ort, um gemeinsame Aktivitäten und Partys zu besprechen. Hier könnt ihr in lockerer Atmosphäre überlegen, worauf ihr Lust habt und dann einen Plan machen. In diesem Rahmen sorgt vor allem eine Regelmäßigkeit der Meetings dafür, dass eure Aktivitäten niemals langweilig werden und auch neue Ideen geäußert werden können.

Fazit

Eine Balance zwischen Privatsphäre und Geselligkeit ist für das Funktionieren jeder WG notwendig. Dieses Gleichgewicht könnt ihr vor allem durch klare Regeln und positive Rituale in eurer Wohngemeinschaft herstellen. Zudem spielen die Akzeptanz und der Respekt gegenüber den anderen WG-Mitgliedern eine entscheidende Rolle. Schlussendlich solltet ihr bezüglich eurer Regeln und Aktivitäten jederzeit eine Kommunikation aufrechterhalten: Auf diese Weise fühlt sich niemand übergangen und ihr könnt den Spaßfaktor sicherlich immer weiter steigern.

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