WG-Ratgeber und Magazin

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Mitbewohner kündigen ohne Stress

Warum will man seinen Mitbewohner kündigen? Vielleicht weil der neue Mitbewohner sich nicht in die Wohngemeinschaft integriert und immer wieder Probleme verursacht? Na klar, hier sollte man immer erst versuchen ein Gespräch zu suchen. Beispielsweise erfahrt ihr in einem anderen Artikel, wie ihr einen WG-Streit klärt und auch vermeidet. Am Ende steht, auch wenn es unangenehm ist und keine weiteren Auswege in Frage kommen, die Kündigung an. In vielen Fällen ist die Mitbewohner Kündigung auch die einzige Möglichkeit, damit wieder Harmonie und Frieden in der WG einkehren. Wir erklären euch in diesem Artikel, wie man ohne Stress den Mitbewohner kündigen kann.

 

Den Mitbewohner kündigen – keine einfache Situation

 

Natürlich sind Mitbewohner Kündigungen keine einfache Situation. Besonders nicht, wenn es sich um Mitbewohner handelt, die einem ja auch im Laufe der Zeit ans Herz wachsen, oder sogar Freunde werden. Wichtig ist, dass der Mieter im Vorfeld das persönliche Gespräch sucht und dem Mitbewohner auch auf die Probleme hinweist, die dazu geführt haben, dass die Person die Wohnung verlassen muss. Hier sollte der Mieter dem Betroffenen auch Zeit geben, sich zu ändern. Erfolgt dies nicht, kommt der nächste Schritt. Der Mieter sollte seinem Mitbewohner dann in einem persönlichen Gespräch mitteilen, dass die Kündigung erfolgt. Diese sollte immer auch schriftlich übergeben werden. Am besten direkt nach dem Gespräch. Der Mitbewohner sollte sich aber bei dem Gespräch- so gut es geht – wohlfühlen; das Ambiente und die Gesprächskultur sind hier entscheidend. Fakt ist, dass ein “herabwürdigendes Verhalten”, ein mitunter permanentes Kritisieren und auch ein zu “rauer Umgangston” dafür sorgen, dass die Situation im Streit endet. Wichtig ist, dass derartige Gespräche ruhig und sachlich geführt werden. Zu beachten ist, dass das Gespräch auch Fakten aufzeigt; nur wenn dem Mitbewohner klar wird, welche Fehler er begangen bzw. sein Verhalten nicht geändert hat, wird er mitunter die Kündigung verstehen und nachvollziehen können.

 

Welche Kündigungsmöglichkeiten stehen dem Mieter zur Verfügung?

 

Bei Wohngemeinschaften gibt es unterschiedliche Formen und Arten von Mietverträgen. Teilen sich mehrere Menschen die Wohnung, kann die Möglichkeit bestehen, dass jeder einzelne der Bewohner automatisch zum Hauptmieter wird. In vielen Wohngemeinschaften gibt es aber nur einen Hauptmieter; die restlichen Mitbewohner unterliegen einem Untermietvertrag. Dieser Fall tritt aber nur dann ein, wenn auch die Vermieter im Vorfeld ihre Zustimmung erteilen. Der Hauptmieter hat – wenn dieses Szenario eintritt – darauf zu achten, dass der Untermietvertrag gekündigt wird. Dabei ist die vereinbarte Kündigungsfrist einzuhalten. In der Praxis werden Kündigungen von Mitbewohnern im Vorfeld mit den anderen Bewohnern besprochen. Auch die Umstände, warum der Mitbewohner gekündigt wird, werden dahingehend beleuchtet (keine Mietzahlungen oder keine Zahlungen der Nebenkosten, keine Beteiligung an der Pflege der Wohnung oder auch ständig negatives Verhalten, etc.). Sind alle Bewohner der Wohnung als sogenannte Hauptmieter eingetragen, gelten die individuell getroffenen Kündigungsoptionen. Diese sind im Mietvertrag enthalten.

 

Das Ende des Mietverhältnisses

 

Der ruhige und sachliche Ton, Fakten und auch die Tatsache, schon mehrmals über das Verhalten und die störenden Punkte gesprochen zu haben, sollten das Gespräch dominieren. Wichtig ist, dass – wenn mehrere Menschen in der Wohnung wohnen – auch diese anwesend sind und zu Wort kommen. Derjenige, dem die Kündigung ausgesprochen wird, sollte unmissverständlich klar werden, dass sein Verhalten nicht länger geduldet wird und somit ein Ende des Mietverhältnisses gegeben ist. Dem persönlichen Gespräch sollte die schriftliche Kündigung folgen.

 

Rechtsberatung für Wohngemeinschaften zu Mietproblemen gibt es übrigens bei den MieterEngeln. Schau doch einfach mal auf der Seite vorbei.

 

MieterEngel

 

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