WG-Ratgeber und Magazin

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Party-WG oder Zweck-WG: Eine Frage der Einstellung

Zum Studienstart ziehst du in eine neue Stadt und dir gefällt die Idee in einer WG zu wohnen? Du weißt aber gar nicht, wie die Gruppendynamik in einer typischen Studenten-WG ist – das einzige, was du bis jetzt gehört hast ist, dass in WGs oft total wilde Partys gefeiert werden? Naja, das stimmt nur teilweise. Es kommt nämlich darauf an, in was für eine WG du ziehst. Um dir bei deiner Entscheidung zu helfen, dich für die richtige WG zu entscheiden, in der du dich auch lange wohlfühlen wirst, geben wir dir hier ein paar wichtige Tipps und klären auf, was für WG-Typen es gibt.

Wie viele Mitbewohner?

In jeder WG ist es üblich, dass du mit zwei bis fünf Mitbewohnern in einer Wohnung oder vielleicht sogar einem Haus wohnst. Das kommt ganz darauf an, was du für ein Budget für die WG-Gründung hast und mit wie vielen Personen auf engstem Raum du dich wohlfühlst. Es gibt Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer und meist teilt man sich auch das Badezimmer.

In der Regel hast du dein eigenes Zimmer, in das du dich jederzeit zurückziehen kannst, die Tür abschließt und dich ausruhst, ganz allein. Dennoch, wenn du magst, dann kannst du dir auch ein Zimmer mit einem weiteren Mitbewohner teilen – oder du bringst deine besten Freunde mit in die WG und ihr teilt euch die Zimmer mit zwei oder drei Personen. Wie wird aber die Stimmung in so einer WG sein?

Ehrlich gesagt kommt es ganz auf deine Ansichten drauf an, also auf deinen Charakter und deine Persönlichkeit. Die WG-Auswahl ist tatsächlich nur eine Frage deiner Einstellung und des Charakters. Bist du eher der ruhige Typ und verbringst die Zeit meist in deinem Zimmer mit Lesen, Lernen oder Netflix?

Oder bist du doch der extrovertierte Typ, der keine zehn Minuten ruhig auf der Stelle sitzen kann, ohne neue Freunde zu gewinnen, mit ihnen zu lachen und neue Abenteuer zu erleben? Egal, wie es auch sein mag – es gibt die optimale WG für dich. Das versichern wir dir! Unterhalb gibt es jetzt für dich die wichtigsten Infos zu den zwei verschiedenen WG-Typen: Der Party-WG und der Zweck-WG.

Die Party-WG: Mehr als nur Bier und Feiern

Bei dem Namen mag einer ja denken, dass 24 Stunden am Tag die Musik durch die Wohnung schallt, die leeren Bierflaschen sich auf dem Couchtisch häufen und mindestens zehn Personen in der WG rumlungern, von denen nur drei dort wohnen.

Dies kann tatsächlich so sein und ist auch keine Seltenheit. Also wenn dir das so gefällt, ab ins Abenteuer und viel Spaß beim Feiern – die Party-WG ist in diesem Falle das Richtige für dich! Bei der WG-Besichtigung wirst du wahrscheinlich direkt das Party-Feeling von den Mitbewohnern vermittelt bekommen.

Die Party-WG ist aber in Wirklichkeit viel mehr als Biertrinken und Feiern. Der Sinn ist viel mehr in der Gemeinschaft zu finden, eine tolle Zeit miteinander zu verbringen, damit man sich nicht so allein fühlt. Man teilt nicht nur die vier Wände mit anderen, man lebt und genießt zusammen. Man hat auch ohne viel Geld Spaß in der Gruppe – einschließen im Zimmer ist nicht angesagt. Man unternimmt verschiedenste Aktivitäten, geht zusammen aus oder man lernt in der Gruppe.

Montags ist Brettspiel-Abend (oder PlayStation – ganz danach, worauf ihr Lust habt), mittwochs Pizza- und Film-Abend, freitags wird zusammen gekocht und dann samstags die Stadt zusammen unsicher gemacht. So könnte eine ganz normale Woche in einer Party-WG aussehen. Also lass dich nicht durch den Begriff Party verwirren.

Es geht vielmehr darum, neue Freunde zu gewinnen und die gemeinsame die Zeit mit spaßigen Unternehmungen zu vertreiben. Vor allem die Sommermonate bieten für jeden etwas und neben Schwimmbad und Minigolf finden sich auch ein paar außergewöhnlichere Aktivitäten, die sicher keine Langeweile aufkommen lassen.

In einer Party-WG zu Leben bringt aber nicht nur Vorteile mit sich, wie überall birgt es, vor allem je nach Typ Mensch, auch Nachteile.

Vorteile:

  • Du gewinnst neue Freunde für das Leben
  • Dir ist nie langweilig
  • Du hast immer jemanden da zum Unterhalten
  • Du lernst, ein Team-Player zu sein
  • Aufgaben in der WG werden gerecht und in der Gemeinschaft aufgeteilt

Nachteile:

  • es ist schwer, sich auf wichtige Aufgaben zu konzentrieren
  • oft halten sich Freunde der anderen Mitbewohner in der WG auf
  • Du bist kontinuierlich Ablenkungen ausgesetzt
  • es könnte sehr laut werden
  • die vielen Aktivitäten können kostspielig werden

An Zusammenhalt, Spaß und Abenteuer mangelt es also nie in einer Party-WG! Außerdem muss es ja gar nicht zu den Nachteilen kommen – um dies zu erreichen, ist es wichtig, sich mit seinen Mitbewohnern abzustimmen und Prioritäten klarzustellen. Bei der ersten Wohnungsbesichtigung solltest du deinen potenziellen Mitbewohnern definitiv davon berichten, dass es dir wichtig ist, ein gemeinschaftliches Leben aufzubauen und regelmäßig etwas zusammen zu unternehmen.

Und vergiss nicht zu erwähnen, welche deine Lieblingspizza ist und welchen Rotwein ihr immer im Haus haben solltet, damit es nie daran mangelt! Haben deine Mitbewohner dieselben Vorlieben, dann werdet ihr definitiv eine erstklassige Zeit miteinander verbringen!

Die Zweck-WG: Ruhe und Stabilität für den Alltag

Dir ist es wichtig, deine Ruhe zu haben und all die wichtigen Aufgaben, die du im Alltag hast, pflichtbewusst zu erfüllen? Du magst es nicht, wenn ständig die Musik auf Hochtouren läuft und fremde Leute durch deine Wohnung marschieren? Dennoch möchtest du nicht ganz allein leben und vielleicht auch an Mietkosten sparen?

Dann empfehlen wir dir, dich für eine Zweck-WG zu entscheiden. All die soeben genannten Kriterien solltest du auf jeden Fall bei der WG-Besichtigung erwähnen und klarstellen, dass dir ein entspanntes und organisiertes Ambiente wichtig ist.

Dennoch heißt es nicht, dass man sich in einer Zweck-WG stur aus dem Weg geht. Nein. Man lässt den anderen Mitbewohnern einfach seine Freiheiten und die Zeit für sich. Natürlich lebt man zusammen und ganz ohne gemeinschaftliches Miteinander wird es nicht gehen. Man teilt sich kosten, man teilt sich Wohnraum und man teilt sich Hausarbeiten wie Putzen oder vielleicht auch das Kochen.

Wahrscheinlich werden deine Mitbewohner auch eher die ruhigen Typen sein, welche sich mehr auf ihre Aufgaben oder Arbeiten konzentrieren – also kann es durchaus sein, dass ihr gemeinsam lernt oder gemeinsam aufräumt. Wichtig in der Zweck-WG ist, dass man pflichtbewusst seinen Verantwortungen nachgeht. Du wirst die Funktion eines vertrauenswürdigen Mitbewohners einnehmen, welcher der Harmonie und Ausgeglichenheit der Gruppe beiträgt, aber nicht schadet.

Man kann sich also gegenseitig aufeinander verlassen, dass erst die Arbeit und dann das Vergnügen kommen. Ruhe und Stabilität sind die Schlagworte der Zweck-WG. Preisersparnis steht meist als zentraler Grund für das gemeinsame Wohnen – der Rest ist aber Nebensache und man lässt sich in Frieden. Ganz nach dem Motto: Leben und leben lassen. Hier die wichtigsten Vor- und Nachteile einer Zweck-WG für dich im Überblick:

Vorteile:

  • Du hast Ruhe zum Arbeiten und Lernen
  • Du hast ein organisiertes Umfeld
  • Du sparst an Mietkosten
  • Du kannst dich auf deine Mitbewohner verlassen
  • Du teilst dir Hausarbeiten mit den anderen Mitbewohnern auf

Nachteile:

  • es mangelt an Gruppengefühl
  • es könnte langweilig werden
  • WG-Partys in der Regel nicht gerngesehen
  • man lernt seine Mitbewohner oft nur oberflächlich kennen
  • wenn man seine Aufgaben nicht nachkommt, könnte es zu Auseinandersetzungen kommen

Solange dir wirklich nur die Vorteile wichtig sind und du zwar an Mietkosten sparen möchtest, aber ansonsten ein Gefühl als ob du allein leben würdest, dann ab in eine Zweck-WG. Du wirst es nicht bereuen! Wie in fast jeder Situation im Leben, so ist es auch hier wichtig, seine Wünsche und Befürchtungen zu äußern.

Beim ersten Treffen mit deinen WG-Kameraden spricht darüber, wie eine normale Woche bei euch aussieht und ob sich die Einstellungen und Persönlichkeiten miteinander vereinbaren. Auch wenn es zu Komplikationen kommen würde, kann man diese vorher klären und aus dem Weg schaffen. Außerdem werdet ihr im ersten Gespräch merken, ob ihr miteinander harmoniert oder nicht. Verlass dich da auf deine Intuition!

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