WG-Ratgeber und Magazin

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Schlafbox – kleine Box mit Schlafplatz

Besonders in den großen Metropolen dieser Welt wie Tokyo oder Hong Kong ist die Schlafbox unverzichtbar. Laut Prognosen sollen bis 2050 70% der Menschheit in Städten leben. Wohnraum wird also zunehmend zum Problem und die Lösung heißt wohnen auf kleinstem Raum mittels Schlafbox. Aber auch in unsern Städten wird die kleine Box mit Schlafplatz immer mehr zum Thema. Denn ein Micro Appartement oder eine Mini Wohnung mit Schlafbox erlaubt es vielen allein lebenden Menschen, Studenten oder Berufseinsteigern in einer Großstadt zentrumsnah in einem bezahlbaren Rahmen zu wohnen. Auch wenn erstmal nur auf Zeit. Obwohl Minimalismus mittlerweile bei vielen wieder zum prägenden Lebensstil geworden ist, resultiert der Trend, auf möglichst wenig Raum zu wohnen vor allem aus einer Notwendigkeit heraus. Denn Platz ist vielerorts Mangelware.
 

Die Stadt als attraktive Wahlheimat für Jung und Alt

 
Dass immer mehr Menschen in die Stadt ziehen wollen, hat mehrerlei Gründe. Studenten und junge Berufseinsteiger genießen nicht nur die Nähe zur Uni oder dem Arbeitsplatz, sondern auch das vielseitige Nachtleben. Geschäfte mit langen Öffnungszeiten, After-Work-Partys, zahlreiche Klubs und Diskotheken und auch gemütliche und urige Kneipen ziehen das junge Publikum an und laden zu spontanen Unternehmungen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit ein. Ältere Menschen hingegen zieht es aufgrund der Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und einer guten Verkehrsanbindung zu Ärzten, Apotheken und ihrem sozialen Umfeld in die Stadt. Seit die Mehrgenerationenhaushalte nahezu ausgestorben sind, ist man ohne Auto auf dem Land meist isoliert. Dazu kommt, dass laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 28.05.2014 der Anteil der Singlehaushalte in Deutschland bei 37,2 % liegt – Tendenz weiter steigend! Über 42%, also fast die Hälfte dieser Singles leben mittlerweile in Großstädten. Ein Trend, der zunehmend zu Problemen auf dem Wohnungsmarkt führt und vor allem Studenten vor große finanzielle Probleme stellt.
 

Wohnraum wird knapp und teuer – Minimalismus als Chance

 
Aus den steigenden Einwohnerzahlen der Großstädte resultieren natürlich nicht nur ein florierendes Nachtleben, soziale Kontakte für Alleinlebende und eine breite Auswahl an Universitäten und Arbeitsplätzen. Die Schattenseiten dieser demografischen Entwicklung machen sich Vermieter und Hauseigentümer zunutze, indem sie den begehrten Wohnraum zu immer höheren Mieten zur Verfügung stellen. Die Nachfrage regelt leider auch hier den Preis, und dieser steigt, vor allem für Berufsanfänger und Studenten, mittlerweile ins Unbezahlbare. Wohngemeinschaften bieten daher schon seit Jahren eine Möglichkeit zum bezahlbaren Wohnen. Doch bringt auch diese Lösung Nachteile mit sich. Sich völlig fremde Charaktere mit verschiedensten Gewohnheiten und Schlafrhythmen, unterschiedlichen Auffassungen von Ordnung, Sauberkeit, Ruhe und Unterhaltung werden auf ebenfalls begrenztem Raum aufeinander losgelassen und müssen sich mehr recht als schlecht arrangieren. Ein Experiment, das nicht immer gut gelingt. Streitigkeiten, ein Verlust der Privatsphäre und unter Umständen auch Nachteile bei der Klausurvorbereitung sind nicht auszuschließen und stoßen immer mehr junge Erwachsene, die in der heutigen Gesellschaft auch immer mehr nach Individualismus streben, von einer solchen Lösung ab. Wer dennoch weder auf das Großstadtleben, noch auf seine Privatsphäre verzichten will, wird sich einschränken müssen. Dank Schlafboxen und den damit verbundenen Raumlösungen ist das leichter und komfortabler als gedacht.
 

Schlafbox – Raumwunder und Rückzugsort

 
Die bezahlbaren und immer beliebter werdenden Mini Wohnungen haben lediglich 20 bis 35 Quadratmeter vorzuweisen und bieten daher auf den ersten Blick wenig Möglichkeiten für Raumgestaltung oder Einrichtungsgegenstände und so mancher fragt sich doch, wo man dort Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad und vor allem Stauraum für alles Persönliche miteinander vereinen soll. Not macht jedoch nicht nur erfinderisch, sondern eben auch geschäftstüchtig und so kamen nach den besagten Micro Appartements auch die ersten Schlafboxen in alle Munde und auf den Markt. Maßgefertigt je nach Gegebenheiten und Bedürfnissen, werden diese kleinen Raumwunder ganz individuell angepasst und designt. Schlafzimmer, Bad und Kleiderschrank auf nur 7 bis 8 Quadratmeter? Mit einer Schlafbox kein Problem. Die Liegefläche ist mit angenehmen 2,00 Meter x 1,60 Meter ausreichend groß und meist über eine kleine Treppe zu erreichen, unter welcher sich der Kleiderschrank mit unheimlich viel Platz befindet. Ausziehbare Schubkästen statt Schranktüren, Kleiderstangen, welche im Schrank verschwinden und ebenfalls über ein Schienensystem ausgefahren werden können – viele Details machen das scheinbar Unmögliche möglich.
 

Ein Blick auf die Kosten – Anschaffung ins Verhältnis setzen!

 
Wer nicht das Glück hat einen findigen und geschäftstüchtigen Vermieter zu haben, der eine solche Schlafbox als Interieur in das Mietobjekt integriert, für den ist der Blick auf die Kosten nicht uninteressant. Da es sich bei den Boxen jedoch um Sonderanfertigungen handelt, die je nach Größe, Ausstattung und verwendeten Materialien sehr unterschiedlich ausfallen können, ist es schwer, eine pauschale Aussage zu treffen. Eine einfache Schlafbox bekommt man durchaus bereits ab 3.000,00 €. Je nach Sonderwünschen und Einrichtung können diese aber auch durchaus die 10.000 € Marke knacken. Nach oben hin sind der Fantasie und dem Luxus keine Grenzen gesetzt. Das klingt für einen Studenten oder einen Berufsanfänger ohne Rücklagen erst einmal nach viel Geld. Allerdings amortisiert sich diese Anschaffung in manchen Städten bereits nach wenigen Monaten, wenn man die gesparte Miete ins Verhältnis setzt. Auch ein gutes Bett, ein großer Kleiderschrank, Kommoden und Regale haben ihren Preis. Diese Kosten sollten ebenfalls bei der Betrachtung mit herangezogen werden. Ist die Box einmal in einer Mini Wohnung installiert, hat man mit Sicherheit auch im Falle eines Auszugs keine Probleme einen Nachmieter zu finden, der bereit ist, eine entsprechende Ablöse zu zahlen. Oft beteiligen sich auch Vermieter an den Kosten oder lösen die Box nach Beendigung des Mietverhältnisses ab um den angebotenen Wohnraum attraktiver und hochwertiger zu machen. Hier lohnt eine gute Kalkulation oder ein Gespräch mit dem Vermieter auf jeden Fall. Nicht immer ist eine teure Anschaffung auf Dauer die kostenintensiver und nicht immer ist die preiswerteste Lösung immer die Beste. Und wer einmal günstigen Wohnraum in einer Großstadt in guter Lage ergattert hat, wird diesen mit Sicherheit auch nicht so schnell wieder hergeben wollen.
 

Die Schlafbox als Design Element

 
Doch auch in größeren Wohnungen wird die Schlafbox immer mehr eingesetzt. Hier dient sie als Rückzugsort und zur Abschattung und vermittelt als Raumteiler Geborgenheit und Wohlbefinden. Zahlreiche Designer entwickeln mittlerweile interessante Lösungen, die sich perfekt in den vorhandenen Wohnraum integrieren.
 

Alle Vorteile auf einen Blick

 
Die Vorteile, kleinsten Wohnungen mit einer Schlafbox ein Upgrade zu gönnen, liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu herkömmlichen Einrichtungsgegenständen und Möbeln gibt es bei dieser Lösung so gut wie keinen toten Raum, keinen ungenutzten Quadratzentimeter und keine Unordnung.
 

  • Maximaler Stauraum – Mit keiner anderen Raumlösung kann der Platz in einer kleinen Wohnung effizienter und sinnvoller genutzt werden. Durch das individuelle Design, welches sich an den örtlichen Gegebenheiten orientiert, geht kein Zentimeter ungenutzt verloren. Durch die Idee, den vorhandenen Platz nicht nur am Boden, sondern auch in die Höhe zu nutzen, entsteht zusätzliches Platzangebot.
  • Ordnung auf allen Flächen – In einer Schlafbox hat alles seinen Platz. Jeder Winkel ist mit Schubkästen, Regalen oder anderen praktischen Elementen genutzt. Durchdacht und vor allem mit viel der Erfahrung werden Stauräume geschaffen und Aufbewahrungsmöglichkeiten gezaubert, auf die man selbst wahrscheinlich nicht kommen würde.
  • Sauberkeit – Durch die Nutzung jeden Winkels gibt es keine offenen Ecken, in denen sich Staub und Dreck sammeln, ohne dass man mit herkömmlichen Putzutensilien hinkommt. Die Fronten sind pflegeleicht, offene Regalsysteme und somit Staubfänger können weitestgehend vermieden werden.
  • Rückzugsort für Individualismus – Im Gegensatz zum Leben in einer WG bietet eine Mini Wohnung mit Schlafbox maximale Privatsphäre, Ruhe zum Lernen und Entspannen. Man muss weder Rücksicht nehmen, wenn man feiern möchte, noch zum Lernen in die Bibliothek gehen, wenn andere feiern wollen.
  • Zentraler Wohnraum für kleines Geld – Wer seine eigene Wohnung möchte und trotzdem den Geldbeutel schonen muss, für den kann die Schlafbox die Lösung sein. Kurzfristig etwas teurer als herkömmliche Möbel, wird sie langfristig zur echten Spardose.

 

Unser Fazit

Schlafboxen werden irgendwann aus purem Platzmangel immer mehr eingesetzt. Besonders in Großstädten und Metropolen werden sie Pendlern oder auch jungen Menschen einen Schlafplatz bieten. Schon heute ist dieses Szenario Realität. In vielen asiatischen Großstädten werden Schlafboxen eingesetzt, damit Menschen überhaupt einen Platz finden. Doch wer hieraus auf eine Vereinsamung schlißt liegt falsch. Durch gemeinsame Räume wie Küche oder Bad wird der Gemeinschaftssinn wieder hergestellt und ein lebendiges Miteinander steht weiterhin im Vordergrund.
 

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