WG-Ratgeber und Magazin

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Semesterstart und wo ist mein WG-Zimmer?

Der ein oder andere von euch kennt das Gefühl: Das Semester startet und man hat noch immer kein WG-Zimmer. In der „Mitteldeutschen Zeitung“ berichtet Silvia Haselhuhn in dem Artikel „Studenten suchen nach der perfekten Wohnung“ über die WG-Suche im schönen Magdeburg und beschreibt sehr anschaulich, wie schwierig die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft sein kann.

 

Der Ablauf ist dabei so typisch wie das Amen in der Kirche: Annonce ans Schwarze Brett der Uni, nach kurzer Zeit bekommt der Anbieter zahlreiche Bewerbungen und nach einer mehr oder weniger gründlichen Auswahl startet das WG-Casting. Selbst in einer Stadt wie Magdeburg, die einen relativ guten Wohnungs- bzw. WG-Markt hat, müssen die Nachfrager Schlange stehen. „Ich hatte 20 Castings, bis ich am Ende meine perfekte WG gefunden habe“, erzählt Franziska, die im letzten Jahr nach Magdeburg gekommen ist. Bei ihr war das Semester sogar schon gestartet und sie war bis dahin immer noch ohne passende Bleibe. Nette Kommilitonen halfen ihr damals in dieser schwierige Zeit mit einer Notunterkunft aus. Später hatte auch sie Glück und bekam eine Zusage. Doch nicht jedes persönliche Kennenlerngespräch führt automatisch zum Erfolg. Oft geht es im Gespräch erst richtig los. Dass die berühmt-berüchtigten WG-Castings dabei teilweise sehr skurrile Züge annehmen, bekräftigt sie mit einer passenden Anekdote: „Eine WG hatte mich mal gefragt, mit welchem Tier ich mich identifizieren würde und warum.“ Naja, der Sinngehalt einer solchen Frage ist wohl eher zu vernachlässigen, aber oft versuchen WGs so die Bewerber aus der Reserve zu locken und falsche Reaktionen werden akribisch notiert, wie im Detektivbüro. Frei nach dem Motto „mit der Lampe im Gesicht spricht jeder“.

 

Aber worauf kommt es bei einem WG-Casting eigentlich an? „Sympathie ist das einzige, was entscheidend ist“, erzählt WG-Bewohnerin Christina. Neben dieser Grundvoraussetzung stehen bei ihr WG-Partys, gemeinsame Kochabende und Sauberkeit an erster Stelle. Für die ein oder andere WG heißt es bei der Suche nach einem neuen Mitbewohner aber Daumendrücken. In Magdeburg werden beispielsweise viele WG-Zimmer über das Studentenwerk verteilt und daher hat die WG kaum Einfluss auf die Bewerber und Interessenten. Trotzdem werden die WGler hier nicht einfach bunt zusammengemischt. „Wir versuchen darauf zu achten, dass eine Studentin, die allein auf der Suche nach einem WG-Zimmer ist, auch in einer Frauen-WG unterkommt“, berichtet Katrin Behrens, Sprecherin des Studentenwerks Magdeburg. Auch religiöse Aspekte werden berücksichtigt. 19 Wohnheime mit insgesamt rund 1800 Studenten werden vom Studentenwerk betreut. Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Wohnungen und Zimmer ist dabei sehr vielfältig: vom Einzelappartement oder WG-Zimmer, möbliert oder unmöbliert steht alles zur Verfügung. Trotzdem heißt es am Ende auch hier Schlange stehen, wie bei Mustafas Gemüse Kebap am Mehringdamm, denn die Plätze im Wohnheim gehen weg wie geschnitten Brot. Anträge sollten ca. 1 Jahr im voraus eingereicht werden. Nicht einfach für die, die ihren Studienplatz erst in letzter Sekunde erhalten. Für diese heißt es dann Daumen drücken oder wie im Fall von Franziska auf nette Kommilitonen hoffen, die die lange Wartezeit mit einer Notunterkunft auf Couch oder Isomatte überbrücken. Dass es auch anderes geht, zeigt das Studentenwohnheim Halle: Derzeit sind noch ein paar Plätze frei. Sprecher Nils Wöhnl ergänzt: „Die meisten Bewerber kommen erst Mitte September“. Aber auch hier gilt, schnell sein lohnt sich, denn wer zuerst kommt, wohnt zuerst.

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