WG-Ratgeber und Magazin

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Senioren-WG: Im Alter wieder zusammen wohnen

Senioren-WG s stehen vor ganz eigenen Problemen: Nicht der Computer, das iPhone und wahrscheinlich eher unterdurchschnittlich viele Zahnbürsten werden in einer Senioren-WG zum Streitthema. Da kann es eher schon mal zum Schlagabtausch in Sachen unerlaubter Rollator-Benutzung kommen. Im Grunde aber bietet diese Form des Zusammenlebens eine tolle Gelegenheit, sich im Alter gegenseitig zu unterstützen und – im Falle von Alleinstehenden – in den Genuss von täglicher Gesellschaft zu kommen. Gleichzeitig bleibt die Privatsphäre gewahrt, da sich jeder Mitbewohner in sein eigenes Zimmer, das nach eigenem Belieben einrichtet und gestaltet werden kann, zurückziehen kann.

 

 

Wohngemeinschaften für Senioren sind im Kommen. Immer mehr ältere Menschen entscheiden sich dafür, gemeinsam mit anderen Rentnern eine Mehrzimmerwohnung oder ein Haus zu beziehen. Im Rahmen einer solchen Senioren-WG, auch bekannt unter dem Namen 50plus-WG, können die Bewohner möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen und dabei gleichzeitig in einer häuslichen Umgebung bleiben. Ein neues Portal, dass eine einfache Suche nach Senioren-WGs ermöglicht ist senioren-wg-finden.de Hier finden Senioren neben freien WG-Zimmern auch neue Mitbewohner, die ein freies Zimmer in einer Senioren-Wohngemeinschaft suchen.

 

Nicht selten handelt es sich um pflegebedürftige Menschen, die eine WG dem Altersheim vorziehen. In einem solchen Fall spricht man auch von einer Pflege-WG – diese wird in der Regel von ambulanten Pflegediensten betreut. Seit Oktober 2012 werden diese sogenannten ambulant betreuten Wohngruppen sogar unter bestimmten Mietvoraussetzungen von der Pflegeversicherung besonders gefördert. Zu diesen Voraussetzungen zählt, dass regelmäßig mindestens drei pflegebedürftige Personen zusammen wohnen. Zudem muss die Wohngemeinschaft den Zweck verfolgen, gemeinschaftlich eine pflegerische Versorgung für die Wohngruppe zu organisieren. Schließlich müssen die Pflegebedürftigen unabhängig darüber entscheiden können, welche Pflege- und Betreuungsleistungen für die WG-Bewohner erbracht werden sollen und welche Anbieter dafür ausgewählt werden. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, können pflegebedürftige Menschen, die Pflegegeld oder Pflegesachleistungen beziehen und eine Pflege-WG gründen wollen, zusätzlich zu den herkömmlichen Leistungen auf Antrag eine Pauschale in Höhe von monatlich 200 Euro erhalten. Des Weiteren können Mitglieder einer Pflege-WG auf eine weitere Art und Weise von dieser Form des Wohnens im Alter profitieren: Zum einen gibt es die Möglichkeit einer Anschubfinanzierung zur altersgerechten oder barrierefreien Umgestaltung der gemeinsamen Wohnung in Höhe von 2 500 Euro je WG-Bewohner. Zum anderen werden Maßnahmen zur Verbesserung des gemeinsamen Wohnumfelds von der Pflegekasse bezuschusst.

 

 

Insgesamt kann eine solche Pflege-WG bzw. Senioren-WG Förderungen von maximal 10 000 Euro erhalten. Beachten muss man als WG-Mitglied mitunter auch bestimmte Fristen. Der Antrag auf Bewilligung dieser Zuschüsse muss innerhalb eines Jahres ab Vorliegen der genannten Voraussetzungen eingereicht werden.

 

 

Nachzulesen ist das Ganze auch noch einmal auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit: (http://www.bmg.bund.de/pflege/leistungen/ambulante-pflege/senioren-wohngemeinschaft.html)

 

 

Auf dieser Internetseite findet ihr auch noch detaillierte Informationen zu den möglichen Zuschüssen zur Wohnungsanpassung (http://www.bmg.bund.de/pflege/leistungen/ambulante-pflege/wohnungsanpassung.html)

 

 

Bei Fragen, etwa zur Verfahrensweise, wendet ihr euch am besten an die jeweilig zuständige Pflegekasse.

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