WG-Ratgeber und Magazin

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WG Kalender: Behalte den Überblick in deiner WG

Ordnung ist das halbe Leben – auch in der WG. Doch nicht jede Wohngemeinschaft, ist eine Wunschgemeinschaft. Das ist sie noch am ehesten in der Senioren-WG, während die Studenten-WG meistens eine Zweckgemeinschaft für Gleichbetroffene, sprich für Studentinnen beziehungsweise Studenten ist. In der Familie als einer Gemeinschaft bestehen von Natur aus Hierarchien, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Die müssen in einer WG erst geschaffen werden. Als WG wird das Zusammenwohnen von drei und mehr Personen bezeichnet. Ab dann müssen Arbeiten, Aufgaben, Rechte und Pflichten geklärt werden. Zwei Personen sind in dem Sinne keine WG, sondern eine Partnerschaft, in diesem Falle eine Wohnpartnerschaft. Das Miteinander ist denkbar einfach. Ab drei Personen gibt es bei „Abstimmungen“ immer eine Mehrheit, nie ein Patt.
 

Der WG Kalender sollte Aufgabenverteilungen visuell und farblich sichtbar machen

 
Einerseits unerlässlich und andererseits eine große Hilfe ist der in mehrfacher Hinsicht übersichtliche WG-Kalender. Er muss von seiner Größe sowie von seiner Aufteilung her übersichtlich sein, und er muss an einem übersichtlichen, von allen WG-Bewohnern jederzeit zugänglichen Platz angebracht sein. Gleichzeitig sollte er für Besucher und Gäste nicht sichtbar sein; denn die brauchen nicht zu wissen, wer wann welche WG-Arbeit übernommen hat. Der ideale Platz ist die Innenseite der Küchentür. Wer bei geschlossener Tür in der Gemeinschaftsküche ist, der blickt automatisch auf den WG-Kalender.
 
Jedem WG-Bewohner wird eine feststehende Farbe zugeordnet. Entweder werden seine Aufgaben, Arbeiten und Tätigkeiten direkt in dieser Farbe in den WG-Kalender eingetragen, oder die Eintragungen werden in „seiner“ Farbe mit einem Textmarker farblich markiert. Das erhöht die Aufmerksamkeit und richtet den Blick ganz automatisch auf die Farbe des einzelnen WG-Bewohners.
 

Wochenplan übersichtlicher als Monatsplanung

 
In einer WG mit mehreren Personen herrschen Leben und Aktionismus. Termine ändern sich auch kurzfristig, was eine längerfristige Planung manchmal geradezu ad absurdum führt. Daher empfiehlt sich ein Wochen- anstelle eines Monatsplanes. Von Woche zu Woche kann zuverlässiger und genauer geplant werden. Am Monatsanfang steht vielfach nicht fest, ob der Studenten-WG-Bewohner zum Monatsende eine Heimreise plant und so für den Küchenputz ausfällt. Das ist weder böser Wille noch Ignoranz, sondern einfach nicht planbar. Zu den Kalendereinträgen gehört alles, aber auch nur das, was die WG als Gemeinschaft mit ihren Räumen, Einrichtungen und Ausstattungen betrifft. Das kann auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert, aber auch ausgeweitet werden wie beispielsweise auf Gemeinschaftseinkäufe.
 

Kalenderspalten für persönliche Eintragungen sowie für Gemeinschaftsbedarf

 
Das Wochenkalenderblatt sollte in mindestens drei Spalten aufgeteilt sein. Eine, die Hauptspalte ist für das Eintragen der „Pflichten“ vorgesehen. In eine zweite Spalte wird der Gemeinschaftsbedarf eingetragen, der aus der Gemeinschaftskasse bezahlt wird. Dazu gehören zum Beispiel Hygiene- und Reinigungsartikel für Nutzräume wie Sanitärbereich, Küche sowie Flur. Die dritte Spalte ist reserviert für personenbezogene Eintragungen wie Geburtstage, Feten, Einladungen und dergleichen. In jeder Spalte „arbeitet“ jeder WG-Bewohner mit seiner Farbe. Damit ist nachvollziehbar, wer welche Eintragung veranlasst hat. Mogeln ist tabu!
 

Je neutraler der Kalender desto besser

 
Am hilfreichsten ist ein möglichst neutral gehaltener Kalender mit den Basisdaten für Wochentag, Datum, Sonn- und Feiertag. Je weniger Vorgaben eingetragen sind, umso individueller können die eigenen WG-Eintragungen gestaltet werden. Zum Ende der laufenden Woche, sei es freitags oder samstags, wird die bevorstehende Woche von der gesamten WG gemeinschaftlich geplant. Jeder hat seinen Farbstift dabei; entweder schreibt er seine Aufgaben selbst hinein, oder der „Schriftführer“ übernimmt das mit dem jeweiligen Farbstift. Damit steht die Woche. Das ist deswegen wichtig, weil ab jetzt jegliche Änderungen untereinander abgestimmt werden müssen. Fehlt einer der WG-Bewohner, muss er eigenständig für Ersatz sorgen und die Änderung eintragen. Sofern das Kalenderblatt ausreichend groß ist, kann für solche Fälle eine eigene Spalte eingetragen werden.
 
Unser Fazit: Das WG-Miteinander muss gut und zuverlässig organisiert sein, ohne sich überorganisieren zu wollen. Dennoch, oder gerade deswegen gilt der Grundsatz: Ordnung muss herrschen!
 
Hier könnt ihr unsere WG Kalender Vorlage downloaden. Viel Spaß damit! Wer das ganze Thema gern digitaler angeht findet mit unserer App hubble eine perfekte Kalender-App für Wohngemeinschaften.