WG-Ratgeber und Magazin

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Wohnungsübergabe und WG-Zimmerübergabe

Die Wohnung oder das WG-Zimmer ist gekündigt, der neue Mietvertrag unterschrieben und der Umzug ist auch schon so gut wie erledigt – Fehlt also nur noch die WG-Zimmerübergabe der bisherigen Wohnung oder des Zimmers, um unbeschwert in der neuen Bude voll durchstarten zu können.

 

Vor der endgültigen Abnahme eurer Wohnung solltet ihr jedoch unbedingt eine Vorabbesichtigung mit dem Vermieter oder der zuständigen Hausverwaltung vereinbaren. Meist bekommt ihr ohnehin wenige Tage nach Eingang der Kündigung ein Schreiben mit einem Terminvorschlag für eine solche Besichtigung. Falls nicht, bemüht euch selbst darum, einen solchen Termin zu vereinbaren. Grund hierfür ist, dass auf einer Vorbesichtigung bereits vorab geschaut wird, was bis zum Übergabetermin noch alles erledigt werden muss: Sind die Wände noch in Ordnung oder muss neu gestrichen oder müssen Löcher ausgebessert werden? Sind die Fenster zu putzen und schließen diese noch einwandfrei? Welche Einbauten muss ich abnehmen? Ist am Zustand der Türen noch etwas zu verändern?

 

Bei Unklarheiten ist es sinnvoll, noch einmal einen Blick in das Übergabeprotokoll, das bei eurem Einzug gemacht wurde, zu werfen. Hier könnt ihr z. B. überprüfen, ob etwa bestimmte Bohrlöcher überhaupt von euch stammen und ihr die entsprechenden Schönheitsreparaturen überhaupt vollziehen müsst. Auch ein Blick in den Mietvertrag ist in Sachen Schönheitsreparaturen sinnvoll. Im Zweifelsfall scheut euch nicht davor, einen Mietrechtsexperten zu Rate zu ziehen. Nicht selten enthalten Mietverträge bekanntermaßen Klauseln, die mittlerweile unwirksam geworden sind. Auch im Protokoll der Vorbesichtigung können Mängel aufgelistet sein, die nicht in euren Verantwortungsbereich fallen und die ihr ggf. einem Experten besprechen solltet. In der Regel erhaltet ihr automatisch nach der Vorbesichtigung eine Kopie dieses Protokolls per Post.

 

Was die eigentliche WG-Zimmerübergabe betrifft, so ist festzuhalten, dass ein Wohnungsabnahme- bzw. Übergabeprotokoll nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben und damit auch keine Voraussetzung für die Rücknahme der Wohnung ist. Dementsprechend seid ihr als Mieter auch nicht dazu verpflichtet, ein vom Vermieter diktiertes Protokoll zu unterschreiben, zumal die Unterschrift im Zweifel als (nicht gewollte) Bestätigung von Mängelbeseitigungspflichten gilt. Im Klartext: Seid ihr mit dem Inhalt des Protokolls nicht einverstanden oder zweifelt an dessen Rechtsmäßigkeit, solltet ihr dieses auf keinen Fall unterschreiben. Ihr erkennt damit nämlich ggf. Forderungen des Vermieters an und verpflichtet euch im schlechtesten Fall zu Arbeiten, die nicht einmal gemäß Mietvertrag von euch übernommen werden müssten. Bestehen keine Unklarheiten oder der Vermieter bestätigt einen ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung, steht einer Unterschrift natürlich nichts entgegen.

 

Weiterhin ist es unbedingt ratsam, einen Zeugen bei Vorbesichtigung sowie Übergabe dabei zu haben, der bei eventuellen Unstimmigkeiten Aussagen zum Zustand der Wohnung treffen kann. Hilfreich kann auch das Festhalten des Zustands durch Fotos sein.

 

Die Übergabe der Wohnung muss nicht persönlich erfolgen, ihr könnt auch einer Person eures Vertrauens eine Vollmacht ausstellen.

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