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Zum dritten Mal durch die Prüfung gefallen: Was kannst du jetzt noch tun?

Fast jeder Student hat im Laufe seiner akademischen Karriere schon einmal eine Prüfung versemmelt. Gerade, wer während des Studiums arbeiten muss, steht teilweise so unter Stress, dass er sich bei den Prüfungen nicht richtig konzentrieren und sein Wissen nicht abrufen kann. Zum Glück kann man eine nicht bestandene Prüfung noch zweimal wiederholen, bevor es wirklich kritisch wird. Doch was, wenn das geprüfte Studienmodul dir einfach nicht liegt, sodass auch der dritte Versuch scheitert? Ist eine Exmatrikulation dann unumgänglich, wenngleich du in den anderen Prüfungen stets gute Noten geschrieben hast?

Nach dem gescheiterten Drittversuch: Lässt sich die Exmatrikulation noch abwenden?

Die Prüfungsordnung ist an den meisten Hochschulen eindeutig: Wurde auch der dritte Versuch einer Prüfung nicht bestanden, folgt die Exmatrikulation. Trotzdem musst du nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, denn du kannst immerhin noch die folgenden drei Wege ausprobieren, um die Exmatrikulation abzuwenden:

  • Prüfungseinsicht wahrnehmen
  • Widerspruch gegen die Prüfung einlegen
  • Prüfung juristisch anfechten

In den folgenden Abschnitten erläutern wir dir diese Punkte ausführlicher.

Prüfungseinsicht wahrnehmen

Die meisten Studenten geben einfach auf, wenn sie die letzte Prüfung nicht bestanden haben. Das ist nicht empfehlenswert! Du solltest mindestens Klausureinsicht beantragen, damit du dir deine Prüfung und ihre Bewertung noch einmal genau anschauen kannst. Irren ist menschlich und auch Prüfer können Korrekturfehler machen. Nimm dir also die Zeit für die Prüfungseinsicht und schau dir alles genau an. Vielleicht findest du einen entscheidenden Fehler, der dir ein paar zusätzliche Punkte einbringt und somit aus der vernichtenden 5,0 eine rettende 4,0 macht.

Widerspruch einlegen

Du glaubst, beim dritten Prüfungsversuch ist etwas nicht ganz korrekt abgelaufen? Dann besteht die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Prüfung einzulegen. Dafür musst du einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen und eine Wiederholung der Prüfung fordern. Dabei ist es zum einen möglich, dem eigentlichen Prüfungsverfahren – also beispielsweise der Organisation oder Durchführung der Prüfung – zu widersprechen. Zum anderen kannst du auch Widerspruch gegen die Bewertung einlegen. Ob du damit erfolgreich bist, hängt von deiner Begründung ab: Du musst einen triftigen Grund dafür angeben können, warum die Prüfung unfair war und weshalb der Prüfungsversuch nicht gezählt werden sollte. Nur dann wird der Prüfungsausschuss deinem Antrag stattgeben und dich die Prüfung wiederholen lassen.

Prüfung juristisch anfechten

Wenn dein Widerspruch ohne Erfolg bleibt, kannst du natürlich auch rechtliche Schritte gegen die Entscheidung vom Prüfungsausschuss einleiten. Du kannst gegen den Ablehnungsbescheid klagen. Achte darauf, alle Fristen einzuhalten, die dir von der Hochschule mit der Rechtsbehelfsbelehrung mitgeteilt werden. Das Klageverfahren fällt in aller Regel in den Zuständigkeitsbereich des örtlichen Verwaltungsgerichts. Grundsätzlich ist es immer möglich, die Prüfung anzufechten, sofern es bei der Korrektur Fehler gab, der Prüfer unfair benotet hat oder die Prüfungsbedingungen fehlerhaft waren. Falls du dich dafür entscheidest, die Prüfung anzufechten, solltest du einen erfahrenen Anwalt als juristischen Beistand zu Rate ziehen. Empfehlenswert sind die Rechtsanwälte Dr. Heinze & Partner, die bundesweit Prüfungsanfechtungen durchführen und daher über eine entsprechende Erfahrung verfügen. Sie sind in der Lage, von Anfang an objektiv einzuschätzen, wie hoch die Erfolgschancen bei der Prüfungsanfechtung sind. So weißt du vorab, ob es sich lohnt, diesen Schritt zu gehen oder nicht.

Wenn alles nichts hilft: Studiengang wechseln

Falls die genannten Optionen ins Leere laufen, wirst du nach dem nicht bestandenen Drittversuch von deinem Studiengang exmatrikuliert. Du darfst diesen also nicht weiter studieren. Deshalb musst du aber nicht gleich die Hochschule verlassen und den Traum deiner akademischen Karriere aufgeben. Du kannst auch nur in einen Studiengang wechseln, in dem das Modul, das du nicht bestanden hast, nicht vorkommt. Oft kannst du dir auch deine bisherigen Prüfungsleistungen anrechnen lassen, sodass du nicht alle Module noch einmal belegen musst.

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