WG-Ratgeber und Magazin

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Zweckentfremdungsgesetz – was bedeutet das für die WG?

In einigen deutschen Großstädten gibt es sogenannte Zweckentfremdungsgesetze – zum Beispiel in Hamburg, Berlin und München. Das Gesetz ist dafür da, die Vermietung von Wohnraum an Touristen einzuschränken, damit wieder mehr Wohnungen und WG-Zimmer für Bewohner der Stadt zur Verfügung stehen.

Aber was bedeutet das Zweckentfremdungsgesetz für die Vermietung von WG-Zimmern?

Wenn ihr ein WG-Zimmer im ganz klassischen Sinn vermieten wollt, also an jemanden, der für längere Zeit das Zimmer bewohnen wird, dann gibt es keinerlei Einschränkungen für euch. Ihr braucht lediglich die Untermieterlaubnis eures Vermieters.

Gleiches gilt, wenn ihr euer WG-Zimmer für längere Zeit untervermieten wollt, weil ihr zum Beispiel ein Auslandssemester oder ein Praktikum in einer anderen Stadt macht, da ihr in diesem Fall ja auch nicht an Touristen vermietet, sondern an Leute, die auch eine Unterkunft für mehrere Monate suchen und damit liegt im Sinne des Zweckentfremdungsgesetz keine Zweckentfremdung des Wohnraums vor.

Schwieriger wird es, wenn ihr ein WG-Zimmer nur für einen kürzeren Zeitraum vermieten wollt, also für ein paar Wochen oder ein paar Tage. Genau dann gilt nämlich das Zweckentfremdungsgesetz. In diesem Fall braucht ihr nicht nur die Erlaubnis von eurem Vermieter, sondern zusätzlich noch eine Genehmigung eures zuständigen Bezirksamts. Wenn es sich bei der Wohnung um deine Hauptwohnung handelt, dann darfst du dein WG-Zimmer unbegrenzt viele Tage im Jahr an Touristen vermieten, solang du die Genehmigung vom Bezirksamt eingeholt hast. Ist die Wohnung allerdings nur dein Nebenwohnsitz, dann darfst du dein Zimmer insgesamt maximal 90 Tage im Jahr an Feriengäste zwischenvermieten.

Eine Ausnahme gibt es, wenn die Fläche, die du vermietest, weniger als 50% der gesamten Wohnung ausmacht. In diesem Fall darfst du auch an Feriengäste, bzw. für eine kurze Zeitdauer vermieten, ohne eine Genehmigung vom Bezirksamt einzuholen – die Untermieterlaubnis vom Vermieter reicht in diesem Fall aus.

Regelungen für einzelne Städte können eventuell hiervon abweichen, da sich die oben beschriebenen Fälle auf das Zweckentfremdungsgesetz inBerlin beziehen. Am besten schaut ihr, bevor ihr euer WG-Zimmer untervermietet, nochmal im jeweiligen Zweckentfremdungsgesetz nach, um auf der wirklich sicheren Seite zu sein. 

 

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